2. Liga inter, 22.02.2025: Unentschieden im Aargauer-Derby

Zu Beginn des Aargauer Derbys gegen den FC Muri wurde eine Schweigeminute zum Gedenken an die im ersten Quartal 2025 verstorbenen Ehrenmitglieder Armin Wullschleger (Präsident von 1976 bis 1983), Kurt Zemp und Thomas Huber-Fürderer abgehalten. Der FC Rothrist trat dabei mit Trauerflor auf, und der Matchball wurde symbolisch von den Trauerfamilien Zemp und Romano gestiftet. Der FC Rothrist wird den Verstorbenen stets ein ehrendes Andenken bewahren und bedankt sich herzlich bei den Trauerfamilien für ihr Kommen und die grosszügige Spende des Matchballs.

Das Spiel zwischen Rothrist und Muri teilte sich in zwei Hälften auf. So weit, so normal, denn ein Fussballspiel wird nun mal in zwei Halbzeiten ausgetragen. Nur begann die zweite Hälfte dieser Partie, wenn man den Verlauf betrachtet, schon kurz vor dem Seitenwechsel. In der 41. Minute konnte der Rothrister Captain und Abwehrchef Mike Sieber einen Ball nicht wegbefördern, es bestand die Gefahr, dass ein Spieler von Muri auf das Tor hätte losziehen können.

Er entschloss sich etwa 40 Meter vor dem eigenen Gehäuse dazu, den Gegner mittels Fouls zu Fall zu bringen. Der Schiedsrichter wertete das Vergehen als Vereitelung einer möglichen Torchance und stellte Sieber vom Platz. Ein Entscheid, der so gefällt werden konnte, mit dem aber Rothrists Trainer Nicola Nocita nicht einverstanden war. «Für mich war das keine rote Karte, es sind noch zwei Spieler von uns in der Nähe», meinte er. Der Platzverweis veränderte die Charakteristik des Spiels erheblich.

Rothrist überzeugt in der ersten Halbzeit

Bei gleicher Spielerzahl war Rothrist die klar bessere Mannschaft gewesen. Die Gastgeber kontrollierten das Spielgeschehen, liessen nur wenige gegnerische Angriffe zu und belohnten sich kurz vor Ablauf der ersten halben Stunde. Sowohl Kenan Heric (26.) und kurz darauf Marin Martinovic (27.) agierten im Strafraum viel entschlossener als die Abwehrspieler von Muri und stellten das Skore auf 2:0.  Nach der roten Karte musste sich der FC Rothrist in der Abwehr neu sortieren, und noch vor der Pause fiel der Anschlusstreffer durch Fidan Tufa, der den Ball nach einem Freistoss per Kopf im gegnerischen Gehäuse unterbrachte. «Wir sollten den Ball vorher wegschlagen, dann gibt es gar keinen Freistoss», kommentierte Nocita diese Szene. 

Es folgte eine zweite Halbzeit, in der Rothrist mit einem Mann weniger nicht mehr viel für die Offensive tun konnte, aber dennoch das Geschehen ziemlich gut im Griff hatte, zu vielen grossen Torchancen kam Muri nicht. Und dennoch fiel in der 88. Minute der Ausgleich durch die Gäste. Lulzim Aliu erzielte das 2:2, wieder fiel der Gegentreffer nach einem Freistoss. «Letztlich ist dieses Unentschieden gerecht, wir haben mit den Nachspielzeiten fast 60 Minuten in Unterzahl gespielt und standen unter Druck des Gegners», bewertete Nocita den Spielausgang, der dazu führte, dass die Rothrister im Abstiegskampf nicht an Boden gutmachen konnten.

«Sehr schade, hat es nicht zum Sieg gereicht»

Als «sehr schade» bewertete derweil Linksverteidiger Luca Simmen die Tatsache, dass es nicht zu den im Kampf am Strich wertvollen drei Punkten reichte. «Mit 11 gegen 11 waren wir dominant, waren besser als der Gegner», meinte er. Bei einer so langen Unterzahl sei es aber in erster Linie wichtig, das Spiel nicht noch verloren zu haben.  «Wir haben diszipliniert gespielt, leider dann aber zwei Tore aus Standardsituationen kassiert. Am Schluss haben wir einen Punkt geholt, der noch wichtig sein kann, und weiter geht es.»
(Reto Pfister ZT)

Telegramm FC Rothrist – FC Muri 2:2 (2:0)
Stampfi 239 Zuschauer

Tore: 26. Heric 1:0. 27. Martinovic 2:0. 45. Tafa 2:1. 88. Aliu 2:2
Rothrist: Tassinari; Skeraj, Selmanaj, Sieber, L. Simmen; Heric (76. Bozza), Lässer, Jonjic, Kukavica (45. Luterbacher); Martinovic (81. Kastrati), Rexhaj (63. Beqiri)


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