2. Liga inter, 16.04.2025: Brunnen mit Konter zum Erfolg

Der FC Rothrist kassiert gegen den Tabellenletzten FC Brunnen eine bittere Heimniederlage. Dennoch gibt es beim FCR Grund zur Zuversicht. Denn die Amateur Liga hat auf die neue Saison eine Ligareform beschlossen. 

In der 2. Liga interregional stand am Mittwoch eine Vollrunde auf dem Programm. Auf der Sportanlage Stampfi war der FC Brunnen zu Besuch. Die Fussballer aus dem Kanton Schwyz rangieren am Tabellenende, 10 Punkte Rückstand weisen sie zum FCR auf. Heisst: ein Sieg im Kampf um den Ligaerhalt war Pflicht. Doch es sollte anders herauskommen. Rothrist musste sich überraschend mit 0:4 geschlagen geben. Dreimal wurde der FCR dabei ausgekontert.

Frohe Kunde ereilte den FC Rothrist dafür einen Tag zuvor. Am Dienstag gab die Amateur Liga eine Ligareform bekannt. Auf die kommende Saison 2025/26 wird die 2. Liga interregional von 64 auf 70 Mannschaften aufgestockt. Anstatt vier Gruppen à 16 Teams, wird neu in fünf Gruppen à 14 Teams gespielt. Dies hat zur Folge, dass es Ende Saison nur deren 11, anstatt 17 Absteiger geben wird. Dem FC Rothrist, der in den Kampf um den Klassenerhalt involviert ist, kommt die Neuerung entgegen.

Rothrist kassiert Kontertor um Kontertor

Beide Teams traten zu Beginn äusserst konzentriert auf. Torszenen waren in der Startphase keine auszumachen. Zum Ende der ersten Halbzeit verzeichnete Rothrist dann mehr Ballbesitz. Doch im Spiel nach vorne fehlten die Ideen. In der 41. Minute waren es die Gäste, welche über die rechte Seite einen gefährlichen Angriff lancierten. Plötzlich zogen zwei Brunner Spieler allein auf Torhüter Flynn Tassinari los. In letzter Sekunde konnte Alban Selmanaj klären. Keine Minute später konnten die Gäste erneut einen Konter fahren. Mit Erfolg: Julian Truttmann erzielte den ersten Treffer der Partie.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit setzte strömender Regen ein. Das Geläuf zeigte sich von der nassen Seite. Die Rothrister hatten mit den grossgewachsenen Spielern des FC Brunnen, die viele Zweikämpfe gewannen, sichtlich Mühe. In der 55. Minute bot sich den Innerschweizern die Chance auf 2:0 zu stellen. Die Gäste bekamen einen Elfmeter zugesprochen. Doch der Akteur des FC Brunnen zimmerte den Ball an die Querlatte. Trainer Lazarevic reagierte mit einem Doppelwechsel. Doch das Ungemach kam dennoch. Nach 63 Minuten, erneut nach einem Konter, erhöhte Matej Schwendt auf 2:0 für Brunnen. In der Folge musste das Heimteam mehr Risiko nehmen. Dies kam dem Spiel der Gäste entgegen. Im Konterspiel zeigten sich die Schwyzer eiskalt. So auch in der 81. Minute. Benjamin Imhof erhöhte auf 3:0. Die Rothrister waren im Anschluss völlig von der Rolle. Brunnen zeigte viel Spielfreude und trat alles andere als ein Absteiger auf. Sandro Inderbitzin sorgte für den 0:4-Endstand (84.). «Wir waren nach vorne zu wenig gefährlich. Der Gegner hatte mehr Biss. Und sie haben uns eiskalt ausgekontert. Das müssen wir akzeptieren», erklärt Milos Lazarevic nach der Partie. Und der Trainer ergänzt: «Stabilität und Erfolg entsteht aus der Defensive heraus. Heute hatten wir diese Stabilität nicht. Nach dem 0:2 mussten wir mehr riskieren. Und wurden dann eiskalt bestraft.»

Rothrist befindet sich im Kampf um den Klassenerhalt weiterhin auf einem guten Weg. Unter Trainer Milos Lazarevic, der Ende März Nicola Nocita ersetzte, gewann der FCR zwei von drei Partien. In der Tabelle rangieren die Rothrister nach wie vor auf Platz 13. Weiter geht es für den FCR nach der Osterpause mit dem Gastspiel (26. April) beim SC Emmen. (S. Wespi ZT)


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