Unser Topscorer Avni Halimi und sein Erfolgsgeheimnis
Treffsicher, Avni schoss für die Erste Mannschaft in 12 Partien 17 Tore (Bild: Simon Wespi)
Avni Halimi trifft und trifft. Der 33-jährige Stürmer des FC Rothrist schiesst seine Mannschaft Richtung Tabellenspitze. Am Samstag kommt es nun zum Spitzenspiel der 2. Liga gegen Klingnau. Avni Halimi verrät sein Erfolgsrezept und warum er sich beim FCR sehr wohl fühlt.
Dem FC Rothrist läuft es in der höchsten Aargauer Liga (2.Liga) sportlich wie am Schnürchen. Vor dem letzten Spiel der Hinrunde rangiert man auf dem starken 4. Platz. Mitverantwortlich für den Rothrister Höhenflug ist Avni Halimi. Der Stürmer schoss bereits 17 Tore in 12 Partien. Der 33-jährige Rechtsfuss in Diensten des FC Rothrist macht die Erfolge in den Attributen Ehrgeiz, Fleiss und Disziplin aus. «Der Erfolg tritt ein, wenn man viel an sich arbeitet, die Saison-Vorbereitung ernst nimmt und in jedem Training Vollgas gibt», so der Topscorer des FCR. Halimi kommt sicherlich zugute, dass Trainer Nicola Nocita einen offensiven Fussball spielen lässt. «Die Zuschauer wollen unterhalten werden», sagte der 55-Jährige vor Saisonbeginn auf seine Spielphilosophie angesprochen. Aktuell stehen die Rothrister bei 38 Toren in 12 Partien. Avni Halimi sagt: «Seine Spielart ist auf mich zugeschnitten. Daher habe ich auch mehr Möglichkeiten, um zu skoren.»
In der Torjägerliste rangiert Halimi gegenwärtig auf dem 2. Platz. Dies sei toll, so der Stürmer. «Ich persönlich verfolge das aber nicht. Wenn der Titel kommt, so nehme ich ihn gerne an. Ich bin aber in erster Linie für die Mannschaft da», entgegnet er. Der Stürmer und werdende Vater fühlt sich in Rothrist «sehr wohl». Der Verein sei sehr familiär. «Ich kenne die Leute schon über mehrere Jahre. Dazu haben wir einen funktionierenden Vorstand und eine Top-Infrastruktur», freut sich Halimi. Des Weiteren lobt er seinen Trainer. «Nici gibt uns die Freiheit, uns zu entfalten. Er nimmt jeden Spieler so an, wie er ist. Das hilft uns auf mentaler Ebene ungemein.» Halimi wechselte auf die Rückrunde der letzten Saison zurück nach Rothrist. Solch eine Wohlfühloase wie in Rothrist hat er in Schöftland nicht vorgefunden. Nur gerade sechs Monate spielte der 33-Jährige im Suhrental. «Es hat einfach nicht gepasst. Ich fühlte mich nicht wohl. Deshalb konnte ich auch der Mannschaft nicht helfen», blickt er zurück. «Ich als Mensch bin jetzt in einem Alter, wo ich mich wohlfühlen muss, das ist zentral.» Ihm spiele es deshalb auch keine Rolle, in welcher Liga das sei.
Halimi ging in der Vergangenheit bereits in der 2. Liga interregional und in der 1. Liga auf Torjagd. Er spielte beispielsweise für Schöftland, Zofingen, Olten oder Schötz. «Ich geniesse hier meine Freiheiten, wie ich sie zuvor nicht hatte», betont Halimi. Angesprochen auf seine Form und ob er nicht mindestens eine Liga zu tief spiele, sagt er: «Für mich ist die Freude am Fussball entscheidend und nicht in welcher Liga ich spiele.» Daher sei ein Wechsel in eine höhere Liga im Moment kein Thema. «Ich habe eine Verantwortung hier. Ich lasse die Mannschaft jetzt nicht im Stich», so Halimi.
Der Stürmer führt die Mannschaft seit dieser Saison als Captain auf das Feld. Er sei im Sommer angefragt worden, ob er das Amt übernehmen möchte. Halimi trägt die Binde mit Stolz. «Ich mache das sehr gerne. Doch das Amt verpflichtet auch», sagt er und ergänzt: «Es ist eine neue Aufgabe für mich. Ich spreche viel mit dem Trainerteam. Ich werde respektiert und auch ich respektiere jeden einzelnen Spieler. Es freut mich, dass wir alle am gleichen Strick ziehen.»
FC Rothrist – FC Klingnau
Spornanlage Stampfi, Rothrist
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