FC ROTHRIST, STAMPFIWEG 2B, 4852 ROTHRIST / SWITZERLAND
«Der Erfolg begann mit dem Abstieg»: Innert drei Jahren ist der FC Rothrist von der 3. Liga in die 2. Liga interregional durchmarschiert. Rothrists Vize-Präsident Foti Konstantin blickt auf die Meistersaison zurück und auf die Herausforderung in der 2. Liga interregional voraus.
Mit einem Erfolg in Klingnau am vorletzten Spieltag, riss der FC Rothrist den Meistertitel in der 2. Liga an sich und feierte vorzeitig den Aufstieg. Am Dienstag nach einem 3:0-Heimsieg gegen Sarmenstorf letzter Woche bekam die Mannschaft von Nicola Nocita schliesslich den Meisterpokal überreicht. Nachdem man sich lange Zeit nicht mit einem Aufstieg in die 2. Liga interregional anfreunden wollte, herrscht beim FC Rothrist inzwischen Einigkeit. «Wir nehmen diese Herausforderung an», sagte Trainer Nicola Nocita unter der Woche. Auch der Vorstand pflichtet ihm bei. «Wir wollen den Westaargau in der 2. Liga inter gut vertreten», sagt Vizepräsident Foti Konstantin.
Doch bevor die neue Saison zum Thema wird, lassen wir Konstantin nochmals die abgeschlossene Saison Revue passieren. Es seien verschiedene Puzzleteile gewesen, die zum Erfolg beigetragen haben, sagt der Vizepräsident. «Es mag vielleicht etwas komisch klingen. Aber unser Erfolg begann mit dem Abstieg vor drei Jahren.» Rothrist musste damals den Gang in die 3. Liga antreten. «Drei Viertel der Mannschaft sowie der Trainerstaff blieben an Bord und schafften den Wiederaufstieg. Wir hatten immer einen guten Zusammenhalt», blickt Foti Konstantin zurück. Auch in der Folge habe man ruhig und konzentriert weitergearbeitet.
Für Rothrist kommen zwei der vier Gruppen in Frage. Jene mit den Basler, Berner Teams sowie den Equipen aus dem Jura oder jene mit den Tessiner und Zentralschweizer Mannschaften. Welche Gruppe darf es denn für den FC Rothrist sein? «Ich persönlich bevorzuge die Basler Gruppe. Vom Anfahrtsweg her macht dies für uns mehr Sinn. Aber zweifellos hat jede Gruppe seinen Reiz» so Konstantin. So oder so kommen auf den FC Rothrist Herausforderungen zu. Ebenfalls werden die Kosten in dieser Liga steigen. Sprich, das Budget für die erste Mannschaft muss erhöht werden. «Wenn wir ins Tessin reisen, müssen wir ein Car organisieren. Das ist ein Kostenpunkt. Und der Zeitaufwand ist sicher grösser. Dazu fallen die Spesen für die Schiedsrichter höher aus. Darum werden wir das Budget leicht erhöhen», erklärt der Vizepräsident. Um in dieser Liga bestehen zu können, braucht Rothrist einen starken und breiten Kader. «Unser Kader muss breiter werden, das ist Fakt.» Doch das Mannschaftsbudget bleibe auf demselben Niveau. «Wir sind nicht blauäugig. Wir müssen nicht Geld für einen Abstieg ausgeben. Andere Vereine machen das vielleicht. Wir arbeiten in einem vernünftigen Rahmen. Wenn wir den Ligaerhalt sportlich schaffen, ist das gut, und wenn nicht, so geht das Leben weiter», blickt Foti Konstantin voraus. Konstantin bedauert es, dass der SC Schöftland den Ligaerhalt nicht geschafft hat. Er sei überzeugt, dass die Region zwei bis drei Teams in der 2. Liga interregional stellen könnte. «Es wird in verschiedenen Vereinen im Nachwuchs hervorragende Arbeit geleistet. Es gibt viele talentierte Spieler in unserem Gebiet», sagt Konstantin. Der FC Rothrist möchte den Westaargau gut vertreten in der 2. Liga interregional. Erst recht, wenn man nach dem Abstieg von Schöftland, als einziger Verein die Fahne hochhält.
(Simon Wespi ZT)

